Mokusei Daiko

木製太鼓

Mokusei Daiko stellt ausschliesslich Taiko-Trommeln her. Es werden grundsätzlich alle Arten von Taikos angeboten. Es gibt bei uns aber keine Taiko ab der Stange zu kaufen. Jede Taiko wird individuell mit dem/der späteren BesitzerIn geplant und hergestellt. Dabei kann das Design, die Grösse, Bauart und das Holz entsprechend beeinflusst werden. Auch während der Herstellung wird der/die AuftraggeberIn einbezogen. Einerseits besteht die Möglichkeit, beim Bau mitzuwirken, andererseits soll er/sie alles über das Produkt wissen und somit bereits weit vor dem ersten Schlag eine Beziehung zu seiner/ihrer Taiko erhalten können.

Bei Mokusei Daiko wird darauf geachtet, dass ausschliesslich einheimische und natürliche Materialen verwendet werden. Auch werden keine Fertigteile ausser Schrauben und Muttern verwendet. Alle schlichten, aber funktional durchdachten Beschläge sind aus geschwärztem Stahl. Schwärzen von Eisen und Stahl ist ein alter, einfacher Korrosionsschutz.

Bei dem Herstellen der ersten Taiko waren doch einige Probleme zu lösen: Woher bezieht man ein Trommelpergament? Wie soll die Spannvorrichtung aussehen und wie kann sie selbst hergestellt werden? Wie muss der Trommelkörper gebaut werden, wie erhält er die typische Fassform? Welche einheimischen Holzarten können dazu verwendet werden?

 Ein weiteres Problem stellt die Konstruktion der Ständer der Trommeln dar. So müssen sowohl 6-jährige Kinder wie auch fast zwei Meter grosse Erwachsene auf der gleichen Taiko trommeln können. Also muss auch die Trommel auf einfache Art und Weise auf die Grösse der Spieler angepasst werden können.

 Bei der ersten Taiko ging eine Menge Zeit mit Ausprobieren, Umsetzen und Verwerfen von Ideen, sowie frustrierenden Rückschlägen verloren, bis der richtige Weg gefunden wurde.

 Dank dem Internet wurde schnell ein Lieferant für Trommelpergament gefunden. Zum Herstellen der Spannvorrichtungen erinnerte ich mich an meine Schulzeit zurück. Dort faszinierte mich das Schwärzen von Stahl. Nach einigen vergeblichen Versuchen und dem Beschaffen eines Gasschweissgerätes gelang mir das Schwärzen mit Leinöl. Nur den „Geschmack“ der jeweils dabei entstand, erinnerte doch stark an vergammelten Fisch und wurde bei den übrigen Familienmitgliedern und der näheren Umgebung nicht gerade als Chanel Nr. 5 bezeichnet.

Weitere Probleme ergaben sich beim Herstellen der Spannvorrichtung. Nachdem keine sinnvollen Fertigprodukte gefunden werden konnten, habe ich mich entschlossen, die Spannvorrichtungen vollständig selber herzustellen. Dazu wurden unbehandelte Stahlkugeln und geschweisstes Stahlrohr, sowie schwarze Schrauben und 4-kantiges Buchenholz benötigt. Der Rest ist sägen, schweissen, schleifen, polieren und eben schwärzen.

Zum Herstellen des Trommelkörpers benötigt man Holz. Je härter das Holz desto besser. Mit der Hobelmaschine werden die einzelnen Element so zurechtgehobelt, dass sie zusammengesetzt ein zylindrischen Rohrkörper ergeben, welcher geleimt und geschraubt wird. Der so vorbereitete Trommelkörper passte wegen seiner Dimensionen nicht auf meine Drechselmaschine. Also musste ein Getriebemotor als Antrieb her. Für Geld bekommt man ja fast alles. Der Rest ist drechseln, fräsen und schleifen.

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